Strategie der Zukunft – Gewinnorientiertes Handeln

05.06.2002

Der Vertragsarzte als reiner Anbieter zahnmedizinischer Leistungen wird es zukünftig immer schwerer haben, das Geld zu bekommen, was er verdient. Er muss jetzt als Anbieter auf dem Gesundheitsmarkt Weichen stellen, die ihn in die Zukunft führen. In drei Bereichen sind derartige Weichenstellungen notwendig, und zu diesen drei Bereichen gehören viele Tipps, die wir an dieser Stelle immer wieder bringen: Interne Ressourcen-Orientierung, Kundenorientierung und Corporate Identity. Die Orientierung der internen Ressourcen umfasst vor allem die Personalplanung in der Arztpraxis. Mitarbeiterpotenziale sollten optimal ausgeschöpft werden, bereits vorhandene Personalstrukturen optimiert werden. Dazu kann es notwendig sein, die Stärken der Mitarbeiter genauer zu erfassen. Mitarbeiter können als Kompetenzträger begriffen werden, die in den individuellen Fachbereichen über ein hohes Maß an spezialisiertem Wissen verfügen. So stellt sich die Frage, ob man die Sprachkenntnisse einer auslandstämmigen medizinischen Fachangestellten nicht für Dolmetschertätigkeiten nutzen und so ein ganz anderes Patientenklientel erschließen kann. Auch die in spezielle Ressourcen eingearbeitete Verwaltungsmitarbeiterin kann während der Schwangerschaft und des Erziehungsurlaubes für die Praxis erhalten werden, wenn man ihr einen Heimarbeitsplatz anbietet. Funktioniert die Kommunikation per Fax, Telefon und Datenfernübertragung über die Telefonleitung, dann kann sie alle Abrechnungs- und Verwaltungsarbeiten daheim in Ruhe erledigen. Ein anderer Punkt ist die Kundenorientierung. In diesen Bereich fallen Maßnahmen, die ein verbessertes Produkt- und Dienstleistungsmarketing, eine anspruchsvollere Qualifikation des Praxisteams, eine zielgruppenspezifische Arbeitsweise und/oder die Kenntnis und Umsetzung der neuesten zahnmedizinischen Entwicklungen zum Ziel haben. Man sollte über die therapeutische Bandbreite der Praxis aufklären und informieren – vielleicht einen zusätzlichen, individuellen Beratungsservice anbieten. Auch die Qualifikation des Praxisteams gehört in diesen Bereich. Fachliche, kommunikative und soziale Kompetenzen eines jeden Mitarbeiters – auch des Praxisinhabers – sollten gehalten und regelmäßig gefördert werden. Der dritte Bereich ist die Corporate Identity. Sie betrifft die Arztpraxis als Ganzes. Der Patient und die Mitarbeiter sollten sich mit der Arztpraxis identifizieren können. Damit sie dies können, benötigt die Praxis eine klare Identität. Diese ist nicht fest auf einen Punkt fixiert, sondern wird über eine innovationsfähige Unternehmenskultur (Corporate Culture) und ein Erscheinungsbild (Corporate Design) ausgedrückt wird. Eine Corporate Identity sichert die Übereinstimmung von äußerer Darstellung und inneren Werten der Praxis. Dazu gehören beispielsweise die Kommunikation zwischen den Menschen in der Praxis sowie die Entwicklung und Umsetzung von Unternehmensleitlinien. Die konsequente Gestaltung der Praxis innerhalb eines solchen Konzepts spiegelt Werte und Ansprüche der Menschen in der Praxis wider – insbesondere die des Praxisinhabers.

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