Beipackzettel sind für Patienten oft schwer verständlich

Foto: MEV-Verlag
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31.05.2010 (BIERMANN) Sprechen Sie mit Ihren Patienten über die Beipackzettel der Medikamente, die Sie ihnen verschreiben. Sie bieten Ihnen damit nicht nur einen zusätzlichen Service, sondern können auch unerwünschte Nebenwirkungen vermeiden und die Compliance erhöhen.

Denn Beipackzettel sind, zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Pharma-Dienstleisters Diapharm, für Patienten oft schwer verständlich. Von den hundert meist verordneten Medikamente hätten nicht einmal die Hälfte eine gut lesbare Packungsbeilage. "Ein positiver Trend hin zu verständlicheren Beipackzetteln ist zwar zu verzeichnen, aber dieser Trend ist noch zu schwach", erläuterte Beate Beime von Diapharm das Resultat der Untersuchung. Ein Grund dafür sei, dass Packungsbeilagen erst seit dem Jahr 2005 überhaupt auf Lesbarkeit und Verständlichkeit geprüft würden - und diese Vorschrift gelte auch nur für Neuzulassungen.

Patienten, die ihre Präparate unwissentlich falsch einnehmen, leiden häufiger unter vermeidbaren Nebenwirkungen. Dafür reicht es oft schon aus, dass Patienten die Dosierungsanleitung falsch verstehen oder Hinweise zu Wechselwirkungen überlesen. Aus diesem Grund hat die EU-Kommission eine "Guideline on Readability of the Labelling and Package Leaflet of Medical Products for Human Use" erstellt, die allerdings nicht von allen EU-Staaten umgesetzt wird. Auch viele deutsche Arzneimittelhersteller interessierten sich kaum für die Gestaltung des Beipackzettels, so Beime.

Quelle: Studie des Pharma-Dienstleisters Diapharm im Auftrag der deutschen Arzneimittel-Behörde des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

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