Praxis-Image: Große Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung

Foto: ISO K° - photography, fotolia
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10.05.2010 (BIERMANN) – Das Praxis-Image entscheidet darüber, ob eine Praxis weiterempfohlen wird oder nicht. Denn während die Zufriedenheit des Patienten von Termin zu Termin wechseln kann, ist das Image beständiger und nur langfristig veränderbar.

Dennoch kümmern sich Ärzte, laut einer aktuellen Umfrage des Instituts für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS), nur wenig um ihr Image. Anstatt es genau zu analysieren und gezielt zu steuern, verlassen sich die Mediziner auf subjektive Einschätzungen. Und liegen damit häufig falsch, wie die Umfrageauswertung zeigte.

Das Praxisteam erkannte viele negative Faktoren nicht, die von den Patienten als Schwäche wahrgenommen wurden. Dadurch würden viele Chancen zu einer patientengerechten Imagepositionierung verschenkt, so das Institut. Besonders oft bestand diese Diskrepanz zwischen Selbst- und Patienteneinschätzung im Bereich der Praxisorganisation.

Insgesamt 640 Arztpraxen umfasste die Umfrage. Sowohl Patienten wie auch das Praxisteam wurden um eine Einschätzung in den Bereichen Atmosphäre, Organisation, Personal und Arzt gebeten. Zu den einzelnen Bereichen wurden Schlagworte wie zum Beispiel zügig, pünktlich oder patientengerecht im Bereich der Organisation angeboten, die jeweils als Schwäche oder Stärke gewertet werden konnten.

Das Institut rät Praxisinhabern dazu, mittels einer angepassten Patientenbefragung eine Analyse des Ist-Zustand durchzuführen. Von den Resultaten ausgehend, könnten dann Stärken ausgebaut und eventuelle Schwächen beseitigt werden. Jährlich wiederholt, stabilisiere diese Herangehensweise das Praxisimage.

Quelle: Institut für betriebswirtschaftliche Analysen, Beratung und Strategie-Entwicklung (IFABS)

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