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(BIERMANN) – Qualität bei Arztbewertungsportalen muss sein, findet die Bundesärztekammer. Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung iniitierte sie die Internetseite www.arztbewertungsportale.de. Diese bietet eine Übersicht an Qualitätsmerkmalen, die ein gutes Bewertungsportal abdecken sollte und richtet sich damit direkt an Betreiber und Nutzer der Portale.
Wer heute einen neuen Arzt sucht, schlägt nicht mehr in den gelben Seiten nach. Zahlreiche Portale im Internet geben dem suchenden Patienten Auskunft über Ärzte in der Umgebung - größtenteils mit Bewertung der Praxis, von Patient zu Patient. Genauso alt wie die Portale sind allerdings auch die Bedenken der Mediziner: Können Laien die ärztliche Kompetenz bewerten? Und wie schützt man sich vor falschen Vorwürfen? Hier soll der Fragenkatalog auf der Internetseite ansetzen.
Abgefragt werden neben rechtlichen Voraussetzungen (zum Beispiel: Gibt es ein Impressum? Und eine Datenschutzerklärung?), auch inhaltliche und technische Punkte, wie die Frage nach Verständlichkeit oder Schutzmaßnahmen gegen eventuelle Schmähkritiken.
Dieses Angebot ist ganz im Sinne der Mediziner: In einer Umfrage der Stiftung Gesundheit äußerte jeder zweite Arzt, dass er sich eine Beobachtung der Bewertungsportale und ein eventuelles Eingreifen durch die Ärztekammer wünsche. Immerhin jeder dritte Arzt räumte ein, dass er zufriedene Patienten auf Bewertungsportale hinweisen würde. Eine Manipulation - etwa durch gesteuerte Einträge von Freunden und Bekannten - lehnen allerdings 75 Prozent der Ärzte ab.
Quelle: BÄK, www.bewertungsportale.de, Stiftung Gesundheit "Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit"
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