Ältere Deutsche wollen Telemedizin nutzen

Ältere Menschen nutzen immer häufiger moderne Kommunikationsmittel - auch bei der medizinischen Versorgung. (Foto: PT DLR/BMBF)
Ältere Menschen nutzen immer häufiger moderne Kommunikationsmittel - auch bei der medizinischen Versorgung. (Foto: PT DLR/BMBF)

07.05.2009 – KÖLN (MedCon) Mehr als jeder zweite Deutsche über 65 Jahre würde die Möglichkeiten der Telemedizin nutzen, um länger in der gewohnten Umgebung leben und auf stationäre Behandlungen verzichten zu können.

Das hat eine repräsentative Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) ergeben. Damit müssen sich auch niedergelassene Ärzte zunehmend auf die neue Form der Patientenversorgung einstellen.

"Anwendungen wie Tele-Homecare und Tele-Monitoring müssen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommen werden", sagte Bitkom -Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. "Wir appellieren an den gemeinsamen Bundesausschuss, jetzt die notwendigen Entscheidungen zu treffen."

Wie die Befragung von 1000 Personen im Auftrag der Bitkom ergab, möchten 53 Prozent der Menschen über 65 Jahren Geräte der Ferndiagnose, sogenannte Tele-Monitoring-Systeme, nutzen. Dabei senden Sensoren per Mobilfunk oder Internet regelmäßig medizinische Daten wie Blutdruck, Puls, Gewicht oder ein EKG an ein telemedizinisches Zentrum, ein Krankenhaus oder einen Arzt.

Treten kritische Werte auf, werden die Mediziner frühzeitig informiert und können entsprechend handeln. Dadurch steige die Sicherheit der Patienten und teure Krankenhauseinweisungen ließen sich verringern oder vermeiden, so die Aussage der Bitkom.

Quelle: Bitkom, Pressemitteilung vom 3.5.2009

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