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– ERLANGEN (MedCon) Ärzte müssen sich darauf einstellen, dass die Anzahl Patienten, die sich zu ihren Gesundheitsproblemen im Internet informieren, bevor sie einen Arzt aufsuchen, immer größer wird.
Außerdem wird die Nachfrage nach interaktiven internet-basierten Diensten (E-Mail-Kommunikation, elektronische Terminvereinbarung, etc.) steigen. So lautet das Fazit einer Studie, die der Lehrstuhl für Medizinische Informatik der Universität Erlangen-Nürnberg durchgeführt hat.
Danach stufte zwar der Großteil der Bevölkerung im Jahr 2007 den direkten Arztkontakt als wichtigste Informationsquelle in Gesundheitsfragen ein (2005: 82,1%; 2007: 78,3%), dennoch nutzte im selben Jahr fast jeder Dritte das Internet mindestens einmal monatlich zur Informationsrecherche, aber auch zur Online-Kommunikation zum Beispiel mit Ärzten. Im Jahr 2005 lag dieser Anteil noch bei 23 Prozent. Insgesamt stieg danach die Internetnutzung zu Gesundheitsthemen in Deutschland zwischen 2005 und 2007 um 13 auf 57 Prozent.
Damit liegt Deutschland bei der Internetnutzung in Gesundheitsfragen im europäischen Vergleich an dritter Stelle hinter Dänemark und Norwegen. Bemerkenswert für Deutschland war vor allem die deutliche Zunahme des Onlinekaufs von Arzneimitteln um sechs auf 18 Prozent.
Und der Trend hält an: So werde die Nutzung weitergehender Internetdienste, wie etwa der Onlinekauf von Arzneimitteln und anderen Medizinprodukten sowie die E-Mail-Kommunikation mit Ärzten künftig an Bedeutung gewinnen, prognostizierte Prof. Hans-Ulrich Prokosch, der Inhaber des Lehrstuhls.
Quelle: Universität Erlangen-Nürnberg, Pressemitteilung vom 25.11.2008
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