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– DÜSSELDORF (BIERMANN) Konflikte am Arbeitsplatz laufen meist nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten ab. Sind die Konflikte erst eskaliert, sind sie nur noch schwer zu handhaben. Für eine frühzeitige Intervention ist es deshalb wichtig, die verschiedenen Phase der Eskalation zu kennen.
Konflikte bauen sich oft über Wochen oder Monate auf und entwickeln schnell eine Eigendynamik. Die Konflikteskalation kann in fünf verschiedenen Phasen dargestellt werden:
1. Engagierte Debatten und Diskussionen bestimmen die erste Phase. Unterschiedliche Standpunkte der Beteiligten werden deutlich und die Gespräche erweisen sich als schwierig.
2. In dieser Phase werden die gegensätzlichen Positionen der Beteiligten deutlich. Die Unterschiede werden deutlicher hervorgehoben als die Gemeinsamkeiten. Das Bewusstsein über die Differenzen erzeugt negative Emotionen wie Ärger oder Enttäuschung. Es besteht jedoch (noch) die Überzeugung, die aufkommenden Spannungen zu lösen.
3. In dieser Phase verhärten sich die unterschiedlichen Positionen. Die Atmosphäre wird zunehmend gereizter und es häufen sich verbale Auseinandersetzungen. Die Suche nach Verbündeten unter den Kollegen wird intensiviert. Forderungen und Ultimaten werden gestellt.
4. In dieser Phase schwindet die Überzeugung zu einer einvernehmlichen Lösung des Konfliktes. Die Atmosphäre ist von Misstrauen geprägt. Es erfolgen der Aufbau von Drohpotentialen sowie die Ankündigung von Sanktionen, wodurch eine weitere Eskalation der Auseinandersetzung herbeigeführt wird.
5. In dieser Phase lässt sich die Konflikteskalation nicht mehr umkehren: Der Konflikt hat sich zu einem Kampf entwickelt. Rücksichtslosigkeit bestimmt den Umgang miteinander. Das aufgebaute Drohpotential kommt zur Anwendung.
Quelle: Henning A. Goebel
optimed Impulse für Medizin-Berufe GmbH
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