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– KÖLN (MedCon) Mehr als 60 Prozent der deutschen Privatpatienten haben in den vergangenen fünf Jahren mindestens einmal ihren Arzt gewechselt. Jeder Vierte war sogar bei fünf oder mehr Ärzten in Behandlung. Grund für den Wechsel sind dabei jedoch nicht Behandlungsfehler.
Vielmehr sind Defizite im Praxismanagement die Auslöser. Das sind die Ergebnisse der TQmed-Studie, die von SGS-TÜV in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung erstellt wurde.
Der häufigste Wechselgrund für Privatpatienten ist ein unfreundliches Praxisteam. Zwei Drittel der Befragten suchen sich einen neuen Arzt, wenn sie in ihrer bisherigen Praxis unhöflich abgefertigt werden. An zweiter Stelle steht die mangelhafte Qualifikation des Arztes und der Sprechstundenhilfen (55 Prozent).
Freundlichkeit und Kompetenz reichen allein jedoch nicht aus, um die wirtschaftlich wichtigen Privatpatienten an die eigene Praxis zu binden. Denn diese Patientengruppe legt zudem großen Wert darauf, dass die Praxisorganisation reibungslos funktioniert.
Mehr als jeder zweite Privatpatient wechselt seinen Arzt, wenn er mit der Terminvergabe unzufrieden ist. Zu lange Wartezeiten (50 Prozent), eine zu kurze Betreuungsdauer durch den Arzt (43 Prozent) sowie kundenunfreundliche Praxiszeiten (37 Prozent) sind weitere wichtige Wechselgründe der Privatpatienten.
Abhilfe gegen diese vermeidbaren Defizite im Praxismanagement kann die Einführung eines praxisinternen Qualitätsmanagements schaffen.
Quelle: SGS-TÜV GmbH, 7.5.2009
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