- Alle Fachbereiche
- Politik
- Kliniken & Praxen
- Medizin & Forschung
- Pharma & MedTech
- Praxismanagement
- Praxisanalysen
- Marketing & Kommunikation
- Recht & Steuer
– HAMBURG (MedCon) Der Druck auf die in Deutschland niedergelassenen Ärzte, ein Qualitätsmanagementsystem in ihren Praxen einzuführen, wächst. Bis Jahresende muss die Umsetzung erfolgt sein.
Nur Praxen, die nach 2006 ihren Betrieb aufgenommen haben, bekommen mehr Zeit eingeräumt. Dabei ist die Einführung eines internen Qualitätsmanagementsystems nicht nur aus Gründen der Gesetzeskonformität sinnvoll. Mittelfristig, so erklärt ein Zertifizierungs-Unternehmen, profitierten vor allem die Geschäftsbeziehungen zu den Krankenkassen. Denn die Versicherer setzten zunehmend ein QM-System voraus, bevor sie den niedergelassenen Ärzten die Teilnahme an bestimmten Zusatzverträgen erlauben. Dies betreffe beispielsweise die integrierte oder hausarztzentrierte Versorgung.
Vertragspraxen, die dieses Risiko vermeiden wollten, könnten sich die Qualität ihrer Praxis glaubwürdig und unabhängig bestätigen lassen. "Die Zertifizierung bietet jedoch nicht nur den Vorteil, eine gute Basis für Individualvereinbarungen mit den Krankenkassen gelegt zu haben", heißt es, auch das Patientenvertrauen werde auf diese Weise dauerhaft gestärkt.
Dass ein Qualitätsnachweis in der Gesundheitsversorgung zunehmend wichtiger werde, zeige insbesondere die Einführung des Gesundheitsfonds, erklkärt der Zertifizierer. Da es den gesetzlichen Krankenkassen seit Jahresbeginn nicht mehr möglich sei, sich über den Beitragssatz von den Mitbewerbern zu unterscheiden, gewännen andere Kriterien wie Service und Leistungsqualität an Bedeutung: "Arztpraxen, die QM-zertifiziert sind, können sich dies zu Nutze machen. So kann der attestierte Qualitätsstandard auf vielfältige Weise sichtbar gemacht werden. Neben der Praxisbeschilderung bieten sich Broschüren, Briefbögen, Visitenkarten und die Internet-Präsenz als gut sichtbare Plattformen an." (ots)
Noch keine Kommentare vorhanden.