Mehr Patientensicherheit durch QM

Qualitätsmanagement kann helfen, Arztfehler zu vermeiden. (Foto: AOK-Mediendienst)
Qualitätsmanagement kann helfen, Arztfehler zu vermeiden. (Foto: AOK-Mediendienst)

20.04.2009 – HAMBURG (MedCon) Jeder zweite niedergelassene Arzt glaubt, dass sich das Qualitätsmanagement seiner Praxis positiv auf die Patientensicherheit auswirkt. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die die Stiftung Gesundheit gemeinsam mit dem TÜV Süd durchgeführt hat.

Danach sahen 57,2 Prozent der rund 1000 befragten Ärzte einen positiven Effekt von QM auf die Patientensicherheit, 42 Prozent beurteilten die Wirkung als spürbar bis sehr positiv. Dies ist umso bedeutender, als die Studie auch feststellte, dass jedem dritten Arzt einmal im Monat oder häufiger ein Fehler (Critical Incident) unterläuft. Rund ein Viertel (25,8 Prozent) gab an, dass bei ihnen so etwas nie passiere, 41,3 Prozent beantworteten die Frage, ob und wie häufig Fehler in ihrer Praxis vorkommen, mit "einmal im Jahr".

Am häufigsten nutzen die niedergelassenen Heilberufler in Deutschland das Qualitätsmanagement-System QEP: 26,4 Prozent haben sich dafür entschieden, 24,1 Prozent verwenden das System ISO. Im Vorjahr war ISO mit rund 32 Prozent das bevorzugte System vor QEP (25 Prozent). Als wichtigste Informationsquelle in Sachen QM nannten 42,2 Prozent der Befragten die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen), im Jahr 2008 gab dies rund ein Drittel der Ärzte zu Protokoll.

Die vollständige Studie soll im zweiten Quartal 2009 veröffentlicht werden.

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