Wartezeiten belasten Arzt-Patienten-Verhältnis nicht

Foto: ©Rainer Sturm/PIXELIO; www.pixelio.de
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28.09.2009 – BERLIN (MedCon) Es ist noch gar nicht so lange her, da erregte die "Wartezeitenstudie" der Universität Köln großes Aufsehen und entfachte die Diskussion um die Zweiklassenmedizin. Nun hat eine Untersuchung des NAV-Virchow-Bundes gezeigt, dass Wartezeiten das positive Verhältnis zwischen Arzt und Patient nicht belasten.

Diesem Ergebnis der Studie "Vertragsärzte im Urteil ihrer Patienten", die die Brendan-Schmittmann-Stiftung der Ärztevereinigung durchgeführt hatten, lagen 2379 ausgefüllte Fragenbogen aus 58 Praxen zugrunde. Darin sollten die befragten Patienten Praxisräume, Praxisteam und Arzt beurteilen.

Dabei zeigte sich, dass hinsichtlich rund zwei Drittel der Patienten mit den anfallenden Wartezeiten bei Haus- und Fachärzten zufrieden waren (Hausärzte: 67,47 %; Fachärzte: 66,34 %). Die Wartezeit betrug für Patienten beim Hausarzt 40,3 Minuten, beim Facharzt mussten die Patienten 38,9 Minuten einplanen. Dabei wich die von den Patienten akzeptierte Wartezeit maximal um sieben Minuten von der tatsächlichen Wartezeit ab: So akzeptierten die Patienten von Hausärzten eine Wartezeit von 33,8 Minuten.

Für die kontinuierliche Weiterführung des Qualitätssicherungsprojektes sucht die Brendan-Schmittmann-Stiftung weitere Vertragsärzte. Die vollständige Studie und Informationen zu einer Studienteilnahme sind unter http://www.nav-virchowbund.de abrufbar.

Quelle: NAV-Virchow-Bund, 31.8.2009

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