Alles dreht sich ums Rating

11.02.2002

Banken sind durch Richtlinien verpflichtet, die Vergabe eines Kredites mit einer bestimmten Quote an Eigenkapital zu unterlegen. Dies sind zur Zeit acht Prozent des Kreditbetrages, die die Bank vorhalten muss, damit es bei Zahlungsunfähigkeit des Schuldners nicht zu einer wirtschaftlichen Schieflage der Bank kommt.

Mit einem „Basel II“ genannten Regelwerk bekommen Banken nun ab 2005 neue Richtlinien. Diese sehen vor, dass die Eigenkapitalquote nicht mehr pauschal bei acht Prozent liegt, sondern je nach Bonität des Kreditnehmers schwankt. Also werden die Banken diese Bonität ihrer Kunden mittels eines sogenannten „Ratings“ messen.

Was kümmert es nun Ärzte und Zahnärzte, wenn die Kreditinstitute neue Richtlinien für die Eigenkapital-Ausstattung bekommen? Wer über das Jahr 2004 hinausschaut, stellt fest, dass Kredite dann teurer werden, wenn das eigene Rating schlecht ausfällt. Es gilt also, frühzeitig dafür zu sorgen, dass das eigene Rating möglichst gut ausfällt, um die Kapitalkosten zukünftig gering zu halten. 

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