Auftaktveranstaltung im Rahmen der "Aktion Saubere Hände" in Freiburg

(Bildquelle: Homepage Aktion Saubere Hände)
(Bildquelle: Homepage Aktion Saubere Hände)

17.10.2008 – FREIBURG (MedCon/yg) Die nationale Kampagne für mehr Hygiene wird von der Ministerin für Arbeit und Soziales des Landes Baden-Württemberg, Dr. Monika Stolz, unterstützt. Prof. Andreas Widmer, Leiter der Krankenhaushygiene des Universitätsspitals Basel, referiert in seinem Gastvortrag über die Evidenz-basierte Infektionsprävention unter dem Titel: "Wir haben es in der Hand!".

In jedem Jahr infizieren sich mehr als 500.000 Menschen in Deutschland bei einem Krankenhausaufenthalt, nicht selten mit multiresistenten Erregern. Infektionen mit solchen Krankenhauskeimen, beispielsweise MRSA, können gerade für immun geschwächte Patienten lebensbedrohlich sein, da gegen diese Bakterien viele Antibiotika nicht mehr wirksam sind. Die Krankenhausinfektionen bedeuten zusätzliches Leid für die betroffenen Patienten, verlängern die Krankenhausverweildauer um durchschnittlich vier Tage und verursachen zusätzliche Kosten für das Gesundheitswesen, in Einzelfällen mehr als 20.000 Euro pro Patient.

Viele dieser Infektionen sind vermeidbar: Nicht selten ist unzureichende Händedesinfektion des Krankenhauspersonals die Ursache. Um künftig besser sicherzustellen, dass die erfolgreiche Behandlung einer Erkrankung nicht durch unterlassene Händehygiene gefährdet wird, nimmt sich eine nationale Kampagne dieses Themas an. Fast 400 Krankenhäuser beteiligen sich an der "Aktion Saubere Hände".

Am 22. Oktober 2008, dem bundesweiten Aktionstag für die Bedeutung der Händedesinfektion im klinischen Alltag im Rahmen der nationalen Kampagne, informieren Mitarbeiter des Instituts für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene und des betriebsärztlichen Dienstes die Mitarbeiter des Klinikums mit Informationsständen und im persönlichen Gespräch an zwei Standorten - im Personalcasino und im Bereich zwischen der Medizinischen und der Chirurgischen Klinik. Ziel ist es, die Zuverlässigkeit (Compliance) für die Händedesinfektion dauerhaft zu erhöhen.

Quelle: Uniklinik Freiburg

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