Verrucae vulgares heilen mit CO2-Laser-Therapie zu 75 Prozent ab

13.06.2008 HANAU (MedCon/kap) – In der Therapie durch Virusinfektionen hervorgerufener Warzen stehen vielfältige Optionen zur Verfügung. Wie Hans Michael Ockenfels und Stefan Hammes in der Februarausgabe der Zeitschrift Hautarzt berichten, ist bei refraktären Verläufen insbesondere die ablative Therapie mit CO2- oder gepulstem Farbstofflaser erfolgsversprechend.

Rund 5% der Allgemeinbevölkerung weisen vulgäre, durch humane Papillomaviren (HPV) verursachte Warzen auf, und etwa 1% aller sexuell aktiver Personen leiden an HPV-assoziierten Genitalwarzen. In vielen Fällen kommt es nach variabler Erkrankungsdauer zu einer Spontanheilung, allerdings bestehe bei zu langem Zuwaren das Risiko von Progredienz und Streuung.

Eine CO2-Laseranwendung führt laut Kohorten- und Fallkontrollstudien bei Patienten mit therapieresistenten Verrucae vulgares zu Abheilungsraten von bis 75%, ist jedoch auch mit wochen andauernden Nebenwirkungen verbunden. Bei ähnlichen Erfolgsraten (bis zu 82% bei therapieresistenten Warzen) stellt der gepulse Farbstofflaser eine nebenwirkungsärmere Alternative dar und könnte sich zur Therapie der ersten Wahl von extragenitalen und genitalen Warzen entwickeln, so die Autoren.

Quelle: Hautarzt. 2008 Feb;59(2):116-123

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