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NEW YORK (Reuters Health) – Der Zusatz einer geringen Dosis Doxycyclin zu einer topischen Metronidazol-Therapie reduziert die klinischen Symptome einer Rosazea im Vergleich zu einer ausschließlichen Metronidazol-Therapie signifikant. Das belegen Befunde, die in der Novemberausgabe des Journal of the American Academy of Dermatology erschienen sind.
„Subantimikrobiell wirksame Dosen Doxycyclin können die Therapieergebnisse bei Rosazea verbessern, wenn sie mit topischem Metronidazol kombiniert und als Erhaltungstherapie eingesetzt werden“, schreiben Dr. Jorge Sanchez von der Universität von Puerto Rico in Rio Piedras und Kollegen.
Die Wissenschaftler untersuchten bei Rosazea-Patienten Sicherheit und Wirksamkeit von 20 mg Doxycyclinhyclat (eine subantimikrobiell wirksame Doxycyclin-Dosis) als Adjuvans zu einer topischen 0,75%igen Metronidazol-Lotion.
Zwanzig Studienteilnehmer wurden der Gabe von Doxycyclin plus Metronidazol zweimal täglich zugeteilt, während 20 andere zwölf Wochen lang ein Placebo plus Metronidazol erhielten. Anschließend folgte über vier Wochen eine Monotherapie mit einer subantimikrobiell wirksamen Doxycyclin-Dosis oder Placebo. Beurteilungen im Rahmen der Nachbeobachtung erfolgten nach 4, 8, 12 und 16 Wochen. Das wichtigste Maß für die Wirksamkeit war die Veränderung sämtlicher entzündlicher Läsionen seit Studienbeginn in den Wochen 2 und 16.
Die Wissenschaftler berichten, dass sämtliche entzündlichen Läsionen bis zur Woche 4 bei Patienten, die Doxycyclin/Metronidazol erhielten, signifikant reduziert waren (p = 0,048). Der Unterschied blieb bei allen nachfolgenden Vorstellungen bestehen. Die Veränderungen seit Studienbeginn nahmen im Laufe der Zeit zu und blieben während der Monotherapie mit einer subantimikrobiell wirksamen Doxycyclin-Dosis bestehen.
Fünf Patienten aus dem Studienarm mit Placebo/Metronidazol brachen die Studie ab, aus der Kombinationsgruppe hingegen keiner. Die durchschnittliche Zahl der Tage unter Medikation war zwischen den beiden Gruppen ähnlich (108 Tage bei Placebo/Metronidazol und 118 bei Doxycyclin/Metronidazol ).
Beide Therapien wurden gut vertragen. In keiner der beiden Gruppen traten schwerwiegende Nebenwirkungen auf. „Dieses Regime bietet Patienten möglicherweise gegenüber der topischen Therapie allein oder in Kombination mit den üblicheren antimikrobiell wirksamen Doxycyclin-Dosen eine überlegene Alternative“, schlussfolgern Dr. Sanchez und Kollegen.
Quelle: J Am Acad Dermatol 2005;53:791-797.
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