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NEW YORK (Reuters Health) – Französische Klinikärzte beschreiben eine neue Rickettsiose, die durch Rickettsia sibirica mongolotimonae hervorgerufen wird, und schlagen vor, dass sie den Namen lymphangitisassoziierte Rickettsiose erhalten soll, denn eine Lymphangitis ist ein „relativ typisches“ Merkmal dabei. Die Spezies wurde bei Hyalomma-Zecken in China und Niger sowie bei Menschen in Frankreich und Südafrika gefunden.
Dr. Didier Raoult von der Université de la Méditerranée in Marseille und Kollegen merken an, dass bis vor kurzem nur drei Fälle einer menschlichen Infektion mitgeteilt wurden.
In ihrer Arbeit in Clinical Infectious Diseases vom 15. Mai beschreiben die Mitglieder der Arbeitsgruppe die epidemiologischen und klinischen Kennzeichen der Infektion mit R. sibirica mongolotimonae bei insgesamt neun Patienten, darunter sieben neue Patienten, bei denen die Diagnose der Infektion zwischen Januar 2000 und Juni 2004 gestellt wurde.
In den meisten Fällen bestand das klinische Bild aus Fieber, Schorf und einem generalisierten makulopapulären Ausschlag.
Im Gegensatz zu anderen durch Zecken übertragenen Rickettsiosen im Mittelmeergebiet sind mit Lymphangitis einhergehende Rickettsiosen durch die „ungewöhnlichen Merkmale vergrößerter Lymphknoten im Abflussgebiet des Schorfbefalls und einer Lymphangitis, die sich vom Areal des Schorfbefalls bis zu dem ableitenden Lymphknoten erstreckt, gekennzeichnet“.
Bei den zuletzt von Raoults Arbeitsgruppe untersuchten Patienten wurde eine klinische Diagnose auf der Grundlage dieser Befunde gestellt.
„Was hier interessant ist“, sagte Raoult gegenüber Reuters Health, „ist, dass diese neue Krankheit mit relativ spezifischen Merkmalen einhergeht. Diese Patienten hat man vorher nicht erkannt und bei ihnen andere Diagnosen erwogen.“
Unter geeigneter Behandlung erholten sich alle Patienten ohne Folgeschäden.
Zusammenfassend sagen die Autoren, dass die lymphangitisassoziierte Rickettsiose, die durch R. sibirica mongolotimonae verursacht wird, eine leichte Erkrankung auslöst, die bei der Differenzialdiagnose zeckenübertragener Rickettsiosen in Europa, Afrika und Asien erwogen werden sollte.
Sie suchen aktiv nach dem Vektor von R. sibirica mongolotimonae in Frankreich, um Näheres über die Epidemiologie dieser Rickettsiose herauszufinden.
Quelle: Clin Infect Dis 2005;40:1435-1444.
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