- Alle Fachbereiche
- Politik
- Kliniken & Praxen
- Medizin & Forschung
- Akne
- Atopisches Ekzem
- Haar & Nagel
- Mal. Melanom & Tumore
- Phlebologie
- Psoriasis
NEW YORK (Reuters Health) – Bei HIV-Patienten unter hochaktiver antiretroviraler Therapie (HAART) mit Lipoatrophie des Gesichts bringt eine Augmentierung der Weichgewebe mit Poly-L-Lactid-Säure eine signifikante Verbesserung des Aussehens mit sich. Dies berichten Wissenschaftler aus Washington, DC, in der Februarausgabe des Journal of the American Academy of Dermatology.
Die amerikanische Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA „hat [kürzlich] den Einsatz von Poly-L-Lactid-Säure für die Wiederherstellung und/oder Korrektur der HIV-assoziierten fazialen Lipoatrophie zugelassen“, teilte Studienleiterin Dr. Cheryl M. Burgess gegenüber Reuters Health mit. „Diese Zulassung hat es Ärzten ermöglicht, das für eine Korrektur von signifikanten Konkavitäten oder Hautdefekten notwendige Volumen zu ersetzen.“
Burgess und ihre Kollegin Rafaela M. Quiroga vom Center for Dermatology and Dermatologic Surgery evaluierten den Ansatz bei 61 immundefizienten HIV-infizierten Männern.
Diese unterzogen sich über einen Zeitraum von fünf Monaten mehrfachen Injektionen mit Poly-L-Lactid-Säure, und alle zeigten nach einem sechsmonatigen Follow-up einen erfolgreichen Verlauf. Dieser wurde als Glättung der Haut sowie verbesserte allgemeine Erscheinung definiert und im Durchschnitt nach drei Behandlungseinheiten erreicht. Alle Patienten waren mit den Ergebnissen zufrieden.
Nach 18 Monaten fragten 13 Patienten (21 Prozent) weitere Behandlungssitzungen nach. „Der Wunsch nach einer weiteren dermalen Verbesserung bestand [jedoch] einzig subjektiv“, erklären die Wissenschaftler.
Ernsthafte unerwünschte Reaktionen traten nicht auf und, so Burgess weiter „als Folge der überwältigenden Response, Verträglichkeit und Zufriedenheit der Patienten, bin ich ermutigt worden, mit der fazialen Wiederherstellung mit Poly-L-Lactid-Säure bei Atrophie des Gesichts fortzufahren“.
Quelle: Journal of the American Academy of Dermatology 2005;52:233-239
Noch keine Kommentare vorhanden.