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PITTSBURGH (MedCon) – Auch an intimen Stellen gepierct zu sein, gilt vor allem unter jungen Leuten immer noch als „in“. Doch nur wenige machen sich über mögliche Folgeschäden Gedanken. Wie häufig solches „Intimzonen-Piercing“ ist und welche Konsequenzen sich dadurch ergeben, untersuchten vor kurzem Wissenschaftler der Carlow University im amerikanischen Pittsburgh.
Ihnen zufolge leidet ein Großteil der Menschen, die sich Körperpiercings machen lassen, unter schweren gesundheitlichen Folgen. Besonders dramatisch sind die Beschwerden bei Menschen mit Brust- und Genitalpiercings: Von juckenden Ekzemen bis zur verminderten Fruchtbarkeit durch Infektionen an den Geschlechtsteilen reichte die Bandbreite.
Die Studie umfasste rund 150 Männer und Frauen, die entweder Brustwarzen- (43 Prozent) oder Genitalpiercings (25 Prozent) oder aber auch beides (32 Prozent) hatten. Zu den häufigsten Nebenwirkungen nach dem Piercing zählten Infektionen und Probleme beim Urinieren bzw. Geschlechtsverkehr, aber auch Hautjucken und Taubheitsgefühle in den gepiercten Bereichen.
Insgesamt hatten 66 Prozent der Brustgepiercten und 52 Prozent der Genitalgepiercten gesundheitliche Probleme, die aber nur drei Prozent von einem Urologen, Haut- oder Frauenarzt behandeln ließen.
Bewusstsein schaffen wolle man mit der Studie, erklärte Studienleiterin Dr. Carol Caliendo. Und man wolle auch mehr Betroffene dazu animieren, bei Entzündungen und Gesundheitsproblemen ärztliche Hilfe zu suchen, um Spätfolgen möglichst zu vermeiden.
Wer sich trotz allem für ein Piercing entscheidet, sollte es – laut den Wissenschaftlern – möglichst von einem anerkannten Piercing-Experten mit der größten hygienischen Vorsicht vornehmen lassen.
Quelle: Journal of Advanced Nursing März 2005
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