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– DALLAS (MedCon) – Psoriasis ist eine multifaktorielle Erkrankung, die sowohl von genetischen wie auch von umweltbedingten Faktoren abhängt. Amerikanische Forscher fanden nun heraus, dass Fettleibigkeit besonders bei Frauen die Wahrscheinlichkeit erhöht, an Psoriasis zu erkranken.
Mehrere komorbide Umstände wie Rauchen, Depressionen und Fettleibigkeit konnten bislang mit Psoriasis in Zusammenhang gebracht werden. Das Forscherteam um Dr. Paul Bergstresser vom University of Texas Southwestern Medical Center, Dallas, untersuchte die Zusammenhänge zwischen Psoriasis und Fettleibigkeit. Dabei bezogen sie gleichgeschlechtliche Vollgeschwister als Kontrolle mit ein. Bestimmt wurde die Korrelation zwischen Body-Mass-Index (BMI) und dem Schweregrad der Psoriasis. Letzterer wurde gemessen durch die Körperoberfläche (body surface area, BSA) und die allgemeine Abschätzung der Ärzte (Physician's Global Assessment; PGA).
"Die Schwere der Psoriasis-Erkrankung hängt von der Stärke der Fettleibigkeit ab", so die Forscher in ihrem Artikel. "Patienten mit einem hohen BMI haben ein erhöhtes Risiko, an Psoriasis zu erkranken, wobei dieser Zusammenhang besonders bei Frauen beobachtet wurde".
Die Studie zeigt die Notwendigkeit auf, den Patienten ganzheitlich zu behandeln und ihn zu einer gesunden Lebensweise zu ermutigen. Das bedeutet ein entsprechendes Gewicht, gesunde Essgewohnheiten und Bewegung.
Insgesamt wurden 88 Patienten untersucht, die ambulant behandelt wurden. Erfasst wurden deren demografische Umstände, ihre Psoriasis-Geschichte, soziale Geschichte, persönliche und familiäre Hintergründe. Gab es gleichgeschlechtliche Vollgeschwister, so notierten die Forscher auch deren Alter, Gewicht und Größe. Aus der Größe und dem Gewicht berechneten sie bei allen Versuchsteilnehmern den BMI. Bei den Patienten selbst wurde noch zusätzlich der PGA-Score und der prozentuale Anteil der BSA, der an Psoriasis erkrankt war, ermittelt.
Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigten, dass es einen positiven Zusammenhang zwischen der Schwere der Psoriasis und dem BMI gibt. Die PGA stieg mit dem BMI an (Spearman's correlation, r(s) = 0,29, p = 0,007). Auch gab es eine positive Korrelation zwischen dem BMI und der BSA (r(s) = 0,24, p = 0,02). Einen signifikanten Unterschied des BMI zwischen den Psoriasis-Patienten und ihren Geschwisterkontrollen wurde bei Frauen beobachtet (Mittel +/- SD 30,2 +/- 10,2 bzw. 27,6 +/- 7.3 kg/m(2), p = 0,02), bei Männern hingegen jedoch nicht.
Die Wissenschaftler betonen jedoch, dass die Studienergebnisse beschränkt sind durch die geringe Teilnehmerzahl. Auch können mögliche Ungenauigkeiten in der Berechnung des BMI entstanden sein, da die Daten zu dessen Berechnung für die Geschwister von den Patienten selbst stammen. Einen weiteren Unsicherheitsfaktor stellt die fehlende Information über tatsächliche Essgewohnheiten, Bewegung und den Lebensstil dar.
Quelle: Clin Exp Dermatol. 2008 Nov 6. [Epub ahead of print]
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