Schwere Psoriasis mit erhöhter Mortalität verbunden

Eine starke Psoriasis verkürzt das Leben vieler Patienten. (Bildquelle: sxc.hu)
Eine starke Psoriasis verkürzt das Leben vieler Patienten. (Bildquelle: sxc.hu)

03.01.2008 – PHILADELPHIA (MedCon) Die Lebenserwartung von Patienten mit schwerer Psoriasis ist laut den Ergebnissen einer umfangreichen Kohortenstudie im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung signifikant herabgesetzt.

Nach Auswertung von Patientendaten der General Practice Research Database in Großbritannien der Jahre 1987-2002 fanden Wissenschaftler der University of Pennsylvania School of Medicine in Philadelphia um Joel M. Gelfand heraus, dass "männliche und weibliche Patienten mit schwerer Psoriasis 3,5 bzw. 4,4 Jahre eher verstarben als Patienten ohne Psoriasis".

Wie die Arbeitsgruppe in der Archives of Dermatology berichtet, war die Mortalität von Patienten mit leichter Psoriasis dagegen nicht erhöht. Für ihre Studie verglichen die Autoren die Mortalität in drei verschiedenen Gruppen: für Patienten mit leichter Psoriasis war in der Datenbank der Allgemeinpraxen ein diagnostischer Code für Psoriasis vermerkt, jedoch keine systemische Therapie der Erkrankung.

Die Gruppe mit schwerer Psoriasis setzte sich aus Patienten mit Psoriasis-Code und entsprechender systemischer Therapie zusammen, und schließlich wurden Kontrollpatienten aus derselben Praxis und demselben Zeitraum ohne Psoriasis-Diagnose im Verhältnis 5 zu 1 den Patienten zugeordnet.

"Eine leichte Psoriasis hatten keinen Effekt auf die Mortalität (HR 1,0; 95 Prozent -Konfidenzintervall 0,97-1,02), wohingegen Patienten mit ausgeprägter Psoriasis ein insgesamt erhöhtes Mortalitätsrisiko zeigten (HR 1,5; 95 Prozent -KI 1,3 -1,7)", schreiben die Wissenschaftler.

Die Assoziation zwischen schwerer Psoriasis und Mortalität bestand auch dann noch, wenn weitere Risikofaktoren für die Mortalität berücksichtigt (HR 1,4; 95 Prozent -KI 1,3 -1,6) oder Patienten mit entzündlicher Gelenkerkrankung ausgeschlossen wurden (HR 1,5, 95 Prozent -KI 1,3-1,8).

Quelle: Arch Dermatol. 2007; 143 (12): 1493-1499.

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