Vermehrung dendritischer Zellen mit Psoriasis verknüpft

27.12.2005

NEW YORK (Reuters Health) – In den Hautläsionen von Patienten mit Psoriasis ist eine Vermehrung dendritischer Zellen (DC) nachweisbar, die zwei entscheidende Entzündungsmediatoren exprimieren – TNF-alpha und iNOS (induzierbare Stickoxid-Synthase) –, wie eine neue Untersuchung zeigt. Die Therapie mit Efalizumab scheint die Infiltration mit diesen Zellen zu vermindern, wenn sie denn anschlägt.

Nach Analyse der Hautproben von Psoriasispatienten zogen Dr. James G. Krueger von der Rockefeller University in New York und Kollegen das Fazit, dass CD11c+-Zellen, die dendritischen Zellen ähneln, eine der Hauptzellarten ausmachen, die in den krankheitstypischen Läsionen nachweisbar sind.

Die CD11c+-Zellen exprimierten verschiedene in dendritischen Zellen nachgewiesene Marker, aber nicht Marker, die häufig in Langerhans-Zellen und Monozyten nachzuweisen sind. So steht es in dem Bericht in den Proceedings of the National Academy of Sciences vom 27. Dezember.

Wie erwähnt, verminderte die Behandlung mit dem Anti-CD11a-Antikörper Efalizumab die Infiltration mit CD11c+-Zellen. Nach der Therapie stand die Krankheitsaktivität enger mit den verbleibenden DC-Infiltraten und iNOS-mRNS-Spiegeln als mit T-Zell-Infiltraten in Zusammenhang.

„Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass ein Typ von DC, der den „Tip-DC“ („TNF/iNOS producing dendritic cells“) bei Mäusen ähnelt, die sich bei Infektionen ansammeln können, proinflammatorische Effekte bei Psoriasis durch Stickoxid- und TNF-Alpha-Produktion hat und ein wichtiger Ansatzpunkt für Suppressionstherapien sein kann“, stellen die Autoren fest.

Quelle: Proc Natl Acad Sci USA 2005;102:19057-19062.

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