Etanercept reduziert Fatigue und Depression bei Psoriasis

15.12.2005 (1)

NEW YORK (Reuters Health) – Während Etanercept (Enbrel, Immunex-Wyeth) Psoriasis-Symptome zurückgehen lässt, kann es Forschern zufolge auch die mit der Krankheit assoziierte Fatigue und Depression reduzieren und die Lebensqualität verbessern.

Dr. Ranga Krishnan vom Duke University Medical Center in Durham, North Carolina, und Mitarbeiter rekrutierten Patienten mit klinisch stabiler Plaque-Psoriasis, die mindestens 10% ihrer Körperoberfläche umfasste. Sie wurden für die Gabe von 50 mg Etanercept zweimal pro Woche (n = 305) oder Placebo (n = 292), verabreicht als subkutane Injektion, randomisiert.

Die Autoren stellen ihre Befunde, die online am 15. Dezember veröffentlicht wurden, in The Lancet vor.
In Woche 12 zeigten Patienten im Etanercept-Arm eine Verbesserung auf dem Dermatology Life Quality Index (DLQI) von 69,1% und 74% sowie eine mindestens 50%ige Verbesserung bei ihrem Wert für den Psoriasis Area and Severity Index (PSAI).

Jene im Placeboarm zeigten eine Verbesserung um 22,1% beim DLQI und 14% erreichten PSAI 50. Fatigue – wie sie anhand des Functional Assessment of Chronic Illness Therapy Fatigue (FACIT-F) bestimmt wurde – betrug im Schnitt 38,1 im Studienarm mit Placebo zu Studienbeginn und 37,5 im Studienarm mit Etanercept.

Nach zwölf Wochen zeigten jene, die Etanercept erhielten, eine durchschnittliche Verbesserung um 5,0 Punkte, gegenüber 1,9 Punkten im Studienarm mit Placebo.

Nach den Werten für das Beck-Depressions-Inventar zu Studienbeginn hatten 19% der Patienten im Placebo-Arm zu Studienbeginn eine leichte und 16% eine mäßig schwere bis schwere Depression. Nach zwölf Wochen zeigten 39% und 55% hinsichtlich ihres BDI-Wertes ein Ansprechen von 50% oder mehr. Die mittleren Werte lagen im Arm mit aktiver Behandlung um 1,8 Punkte niedriger. Die Antworten auf die Hamilton-Depressionsskala zeigten ähnliche Verbesserungen, mit 32% respektive 45% der Teilnehmer, die sich um mindestens 50% verbesserten (p = 0,0048).

Diese Studie wurde von Immunex und Wyeth finanziell unterstützt. In einem begleitenden Kommentar heben Dres. Jan D. Box und John de Korte von der Universität Amsterdam hervor, es hätten so wenige Patienten mäßig schwere bis schwere Depressionen, dass es zweifelhaft ist, ob diese Befunde klinisch relevant oder für den Patienten von Bedeutung sind.

Quelle: Lancet 2005.

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