Antikörper gegen zitrulliniertes Peptid bei acht Prozent der Patienten mit Psoriasisarthritis festgestellt

20.07.2005

NEW YORK (Reuters Health) – Eine neue Studie zeigt, dass der Anteil an Patienten mit Psoriasisarthritis, die positiv auf Antikörper gegen zyklisches zitrulliniertes Peptid (CCP) sind, höher ist als erwartet.

Die Antikörper gelten als hochspezifische Marker der rheumatoiden Arthritis (RA), wurden aber auch bei Patienten mit Psoriasisarthritis nachgewiesen. Das schreiben Dr. Bert Vander Cruyssen vom Universitätsklinikum Ghent in Belgien und Kollegen in ihrem Bericht in der Ausgabe der Annals of the Rheumatic Diseases vom 5. August.

Die Wissenschaftler führten die aktuelle Studie durch, um zu untersuchen, wie häufig Antikörper gegen CCP bei Patienten mit Psoriasisarthritis gefunden werden und ob Patienten mit den Antikörpern eindeutige klinische Merkmale aufweisen.

In einer separaten Kohorte von Patienten mit Gelenkentzündung hatten die Wissenschaftler festgestellt, dass 42 Einheiten pro Milliliter oder mehr einen Grenzwert mit 98,5 Prozent Spezifität zur Erkennung von Patienten mit RA darstellen.

In der aktuellen Studie untersuchten sie Serumproben von 192 Patienten mit der Diagnose Psoriasisarthritis. Davon wiesen 15 (7,8 Prozent) Antikörper gegen CCP auf. Das waren mehr, als auf der Grundlage des hochspezifischen Grenzwerts, den die Wissenschaftler errechnet hatten, zu erwarten gewesen wäre.

Es gab zwischen den Gruppen mit und ohne Antikörper gegen CCP keinen signifikanten Unterschied in der Krankheitsbehandlung oder -dauer oder bei typischen radiologischen Zeichen; die Patienten mit Antikörpern wiesen allerdings stärkere Gelenkerosionen auf.

Bei zehn der Patienten mit Antikörpern gegen CCP habe mindestens ein klinisches Merkmal vorgelegen, das eine RA von einer Psoriasisarthritis abgrenzt, schreiben die Wissenschaftler und weisen darauf hin, dass zumindest einige, aber nicht alle von ihnen eine begleitende RA haben könnten.

Die Prävalenz der Antikörper gegen CCP bei den Patienten mit Psoriasisarthritis war auch höher als die in vorangegangenen Studien bei gesunden Kontrollpatienten oder Patienten mit anderen Formen rheumatischer Erkrankungen festgestellten Prävalenzen.

Eine mögliche Erklärung für die Befunde sei, dass einige Patienten eine subklinische RA aufwiesen hätten, schreiben die Wissenschaftler und betonen, dass Antikörper gegen CCP lange, bevor sich die Krankheit selbst klinisch manifestiert, auftreten könnten. „Patienten mit Antikörpern gegen CCP bedürfen einer umsichtigen klinischen und radiologischen Nachbeobachtung zur Bestätigung, dass sich nicht in Zukunft eine rheumatoide Arthritis entwickelt“, schlussfolgern sie.

Quelle: Ann Rheum Dis 2005;64:1145-1149.

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