Methotrexat senkt Risiko für Gefäßerkrankungen bei RA- und Psoriasispatienten

15.02.2005

NEW YORK (Reuters Health) – Der Einsatz von Methotrexat in der Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA) und Psoriasis kann auch das Risiko für Gefäßerkrankungen senken, berichten Wissenschaftler in der Februarausgabe der American Academy of Dermatology.

Wie der leitende Wissenschftler Dr. Robert S. Kirsner Reuters Health mitteilte, „weist das Ergebnis, dass die Therapie der Psoriasis – und der rheumatoiden Arthritis – das Risiko für eine Gefäßerkrankung senkte, darauf hin, dass Patienten mit diesen Erkrankungen über die Kontrolle ihrer Haut- und Gelenkerkrankung hinaus aus der Behandlung Nutzen ziehen können".

Dr. Kirsner von der University of Miami und Kollegen bemerken, dass das Folatanalogon Methotrexat antientzündliche Wirkungen hat, die zu einer Senkung der Rate von Gefäßerkrankungen beitragen könnten. Es könne jedoch auch eine Hyperhomozysteinämie begünstigen und so das Risiko einer Gefäßerkrankung erhöhen.

Um dies näher zu untersuchen, führten die Wissenschaftler eine retrospektive Studie an 7615 ambulanten Patienten mit Psoriasis und 6707 mit RA durch, die in einer Einrichtung der Veterans Administration in Florida oder Puerto Rico behandelt wurden.

Bei den Patienten mit Psoriasis, denen Methotrexat verschrieben wurde, war das Risiko für eine Gefäßerkrankung signifikant vermindert im Vergleich zu denjenigen ohne Methotrexat (Risikoverhältnis 0,73). Das Risiko war bei den Patienten am niedrigsten, denen eine niedrige kumulative Dosis Methotrexat verabreicht wurde (Risikoverhältnis 0,50). Die entsprechenden Risikoverhältnisse bei RA-Patienten betrugen 0,83 und 0,65.

Mit Methotrexat zusammen verabreichte Folsäure hatte ebenfalls einen protektiven Effekt, was zu einem Risikoverhältnis von 0,56 bei Psoriasispatienten und von 0,77 bei RA-Patienten führte.

Trotz der Tendenz von Methotrexat, den Homozysteinspiegel ungünstig zu beeinflussen, schlussfolgern die Wissenschaftler, dass sich bei einer Therapie mit Methotrexat in Kombination mit Folsäure „weitere gefäßprotektive Vorteile ergeben können“.

Quelle: J Am Acad Dermatol 2005;52:262-267.

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