Etanercerpt-Therapie der RA erhöht nicht das Risiko für Hautkrebs

19.07.2005

NEW YORK (Reuters Health) – Der Gebrauch des Tumor-Nekrose-Faktor-Blockers Etanercept zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) bis zu fünf Jahre lang erhöht nicht das Risiko für ein Spinaliom, so ein Bericht in der Juliausgabe der Archives of Dermatology.

Es sind Bedenken aufgetreten, dass Etanercept das Potenzial für eine pathologische Immunsuppression haben könnte, wie eine Behinderung der Tumorüberwachung. Theoretisch könnte es das Auftreten verschiedener Malignitäten erhöhen. Eine Zunahme der Indikationen für Etanercept in den vergangenen Jahren lief parallel zu einer Zunahme bei der Inzidenz des Spinalioms, was eine mögliche Verbindung nahe legte.

Um diesen Zusammenhang eingehender zu untersuchen, analysierten Dr. Mark Lebwohl von der Mount Sinai School of Medicine in New York und Kollegen Daten von 1442 RA-Patienten, die in eine Datenbank für klinische Studien eingetragen waren, mit mehr als 4000 Patientenjahren einer Etanercept-Exposition.

Die meisten Patienten wurden zweimal pro Woche mit 25-mg-Dosen Etanercept behandelt, die mittleren und die maximalen Expositionszeiträume betrugen 3,7 und 5,7 Jahre.

Die Wissenschaftler analysierten zudem Daten von mehr als 125.000 Patienten, die in einer Datenbank zur „Postmarketing Surveillance“ von Etanercept erfasst waren.

Lediglich vier Fälle eines Spinalioms wurden unter Patienten in der Datenbank für klinische Studien entdeckt, was eine Rate ergibt, die sich gut mit dem vergleichen lässt, was in der allgemeinen Bevölkerung beobachtet wird. Desgleichen wurden nur sehr wenige Fälle eines Spinalioms in der Postmarketing-Surveillance-Gruppe beobachtet.

Der Gebrauch von Etanercept sei nicht mit einem erhöhten Risiko für ein Spinaliom assoziiert, schlussfolgern die Autoren.

Quelle: Arch Dermatol 2005;141:861-864.

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