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NEW YORK (Reuters Health) – Kliniker sollten die Möglichkeit einer kurativen Therapie für Patienten mit intrakranieller perineuraler Ausbreitung kutaner Malignome nicht ausschließen, wie eine neue Studie zeigt. Mit stereotaktischer Strahlentherapie können solche Patienten „ein längeres Überleben oder sogar eine Heilung aufweisen“, berichten die Wissenschaftler.
In früheren Berichten wurde im Allgemeinen externe Bestrahlung (EBRT) als palliative Behandlung für diese Patienten empfohlen, bei denen man von einer schlechten Prognose ausgeht. Das schreiben Dr. Peter A. S. Johnstone und Kollegen in ihrer Arbeit in der Cancer-Ausgabe vom 15. Mai.
Doch ihr Fallbericht über fünf Patienten weist darauf hin, dass die intrakranielle perineurale Ausbreitung innerhalb des Gehirns nicht typischerweise Zeichen einer systemischen Erkrankung mit großer Ausbreitung ist.
„All diese Patienten wurden in einem multidisziplinären Rahmen untersucht, und bei manchen Patienten könnte – wenn ihr Allgemeinzustand und ihre klinische Situation entsprechend sind – eine aggressive Therapie durchgeführt werden“, berichtete Johnstone gegenüber Reuters Health.
In der aktuellen Studie wurde bei zwei Patienten eine stereotaktische strahlenchirurgische Maßnahme mit dem Gamma-Knife (GK-SRS) durchgeführt, bei zwei anderen wurde eine fraktionierte stereotaktische Strahlentherapie mit dem Linearbeschleuniger (Linac) und bei einem eine Linac-basierte stereotaktische strahlenchirurgische Maßnahme angewandt. Von diesen Patienten hatten vier ein Plattenepithelzellkarzinom, der fünfte ein Melanom. Alle waren männlich, das mittlere Alter betrug 75 Jahre.
Das Gesamtüberleben nach Diagnose eines kutanen Malingoms lag bei diesen Patienten bei 63,0 Monaten und nach Diagnose einer intrakraniellen perineuralen Ausbreitung bei 25,5 Monaten. Lokale Kontrolle nach stereotaktischer Strahlenchirurgie bestand im Mittel 19,5 Monate, regionale Kontrolle im Mittel 7,0 Monate.
Einer der Patienten ist noch 53,2 Monate nach GK-SRS krankheitsfrei. Die Wissenschaftler schreiben, dass er 14 Jahre jünger als die anderen der fünf war, der einzige Patient, bei dem eine Orbita-Exenteration durchgeführt worden war, und der einzige Patient, der keine Symptome zum Zeitpunkt der stereotaktischen strahlenchirurgischen Maßnahme aufwies.
„Sein erfolgreicher Verlauf weist darauf hin, dass die aggressive Therapie bei jüngeren Patienten vernünftig sein kann, vielleicht sogar bei jenen mit Orbitaspitzen- oder intrakranieller Beteiligung“, schreiben die Wissenschaftler.
Die anderen vier Patienten wiesen nach stereotaktischer Chirurgie eine Besserung oder Stabilisierung bei wenigsten einem Symptom auf, einschließlich Schmerz, Kopfschmerzen, Taubheit des Gesichts oder Schwäche. „In der Vergangenheit hätte das eine zweiwöchige externe Bestrahlung erforderlich gemacht“, merkte Dr. Zach Fowler, einer von Dr. Johnstones Kollegen, in einem Interview an.
„Die perineurale Ausbreitung kutaner Malignome ist ein ernstes Symptom. Trotzdem kann eine weitreichende Linderung erwartet werden, und bei einigen Patienten besteht die Möglichkeit der Heilung. Für Patienten mit diesen nichtresezierbaren Läsionen sollte die Anwendung der stereotaktischen Strahlenchirurgie in einem vernünftigen Rahmen erwogen werden“, schlussfolgern die Wissenschaftler.
Quelle: Cancer 2005;103:2143-2145.
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