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NEW YORK (Reuters Health) – Wie Wissenschaftler vom Institut Gustave-Roussy in Villejuif, Frankreich in der Fachzeitschrift Cancer vom 15. Januar berichten, verbessert eine Strahlentherapie nach der Operation die lokale Kontrolle primärer Schleimhaut-Melanome des Kopf-Hals-Bereiches.
„Primäre Schleimhaut-Melanome von Kopf und Hals sind eine seltene Erkrankung mit einer niedrigen Rate der lokalen Kontrolle und häufiger Fernmetastasierung“, kommentierte Dr. Stephane Temam gegenüber Reuters Health.
Temam und Kollegen analysierten retrospektive Daten von 69 Patienten mit primären Schleimhaut-Melanomen von Kopf und Hals ohne Metastasen, die in ihrer Einrichtung zwischen 1979 und 1997 mittels Operation mit (n=39) oder ohne (n=30) postoperative Strahlentherapie behandelt wurden. Der Primärort des Melanoms war bei 46 Patienten sinunasal, bei 19 oral sowie bei vier Patienten pharyngolaryngeal.
Insgesamt erlitten 37 Patienten (54 Prozent) ein lokales Erkrankungsrezidiv und 47 (68 Prozent) entwickelten nach der Behandlung Fernmetastasen. Die allgemeinen Überlebensraten nach zwei und fünf Jahren lagen bei 47 respektive 20 Prozent, was die schlechte Prognose von Patienten mit primären Schleimhaut-Melanomen von Kopf und Hals bestätige, so die Forscher in ihrem Bericht.
Das lokale krankheitsfreie Überleben war mit dem Tumorstadium, jedoch nicht mit dem Alter, Geschlecht, primären Tumorort oder Art der Operation (weiter versus begrenzter Resektionsrand) assoziiert.
Die multivariate Analyse zeigte, dass Patienten mit Tumoren im frühen T-Stadium, die eine postoperative Strahlentherapie erhielten, sich eines besseren lokalen krankheitsfreien Überlebens erfreuten als Patienten mit späten T-Stadien, die nach der Operation nicht bestrahlt wurden.
„Fernmetastasen traten bei Patienten mit lokal fortgeschrittenen Tumoren häufiger und früher aus, sogar wenn eine lokale Kontrolle erreicht wurde“, fand das Team zudem heraus.
„Diese retrospektive Studie von 69 Patienten, die am Institut Gustave-Roussy per Operation mit oder ohne anschließende Bestrahlung behandelt wurden, legte nahe, dass die postoperative Radiotherapie die lokale Kontrolle verbesserte“, sagte Temam.
Diese retrospektiven Ergebnisse eines einzelnen Zentrums müssten in einer großen prospektiven randomisierten Studie bestätigt werden, betonen die Wissenschaftler in ihrem Bericht.
Quelle: Cancer 2005;103:313-319
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