Stress beschleunigt bei Mäusen UV-induzierten Hautkrebs

30.12.2004

NEW YORK (Reuters Health) – Mäuse, die sowohl Stress als auch ultravioletter B-Strahlung ausgesetzt sind, entwickeln signifikant rascher Karzinome der Haut als allein der Strahlung exponierte Tiere. Dies erklären Wissenschaftler in der Dezemberausgabe des Journal of the American Academy of Dermatology. Dies könnte für Menschen mit einem hohen Hautkrebsrisiko relevant sein, vermuten sie.

Dr. Francisco Tausk von den Johns Hopkins Medical Institutions in Baltimore und Kollegen bestrahlten Mäuse und stressten diese durch den Geruch des Urins ihres natürlichen Feindes, des Fuchses. Die Stressbelastung begann 14 Tage vor der Bestrahlung und wurde für die Dauer der Studie dreimal täglich fortgesetzt. Kontrollmäuse wurden in einem anderen Raum gehalten und bestrahlt, ohne dem Urin ausgesetzt zu sein.

In der Stressgruppe trat der erste Tumor in Woche 8 auf, in der Kontrollgruppe dagegen nicht vor Woche 21. Zudem entwickelten 35 Prozent der gestressten Mäuse mindestens einen Tumor verglichen mit sieben Prozent der Kontrollen.

Sollte man diese Ergebnisse auf das Problem sonnenlichtinduzierter Hautkarzinome bei Menschen übertragen, so Tausk gegenüber Reuters Health „hat es den Anschein, dass wenn Stress deren Auftreten beschleunigt, stressreduzierende Techniken die Entwicklung dieser Tumoren abmildern können.“

Zu den möglichen Verfahren gehören Meditation und Selbsthypnose. „Es ist bereits bekannt, dass psychosoziale Interventionen die Lebensspanne von Patienten mit metastasierten Karzinomen verlängern können“, fügte er hinzu.

Quelle: Journal of the American Academy of Dermatology 2004

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