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NEW YORK (Reuters Health) – Den Ergebnissen einer neuen Studie zufolge scheint bei Frauen eine wechselseitige Assoziation zwischen Mammakarzinomen und Melanomen der Haut zu existieren. Auch wenn dieser Befund aufgrund der erhöhten Überwachung dieser beiden Erkrankungen beeinflusst sein könnte, unterstützt sie die wachsenden Belege für einen überlappenden genetischen Signalweg.
„Epidemiologische Studien haben sinnvolle Hinweise für eine Verbindung zwischen kutanen Melanomen und Brustkrebs geliefert“, schreiben Dr. Hensin Tsao vom Massachusetts General Hospital, Boston, und Kollegen im International Journal of Cancer vom 20. September.
„Zudem“, betonen sie, „haben Trägerinnen von Mutationen in BRCA2 – dem für ein Mamma-Ca prädisponierenden Gen – auch ein erhöhtes Melanomrisiko, während Trägerinnen des Melanom-Prädispositionsgens CDKN2A ein höheres Brustkrebsrisiko tragen als erwartet.“
Die Wissenschaftler untersuchten, ob weibliche, in der Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER)-Datenbank erfasste, Brustkrebsüberlebende ein erhöhtes Melanomrisiko – und umgekehrt – aufwiesen. Dabei verglich die Arbeitsgruppe die erwartete mit der tatsächlich beobachteten Fallzahl.
Bei Patientinnen, die ein Melanom überlebt hatten, war das Risiko, ein Mammakarzinom zu entwickeln, um elf Prozent gesteigert. Dabei war das Risiko höher, wenn die Melanomdiagnose vor dem 50. Lebensjahr (Risiko um 19 Prozent erhöht) oder erst kürzlich (Risiko um 17 Prozent erhöht) erfolgt war, sowie in den ersten drei Jahren nach der Melanomdiagnose (Risiko um 25 Prozent erhöht).
Das Risiko, ein Melanom zu entwickeln, war bei Frauen, die eine Brustkrebserkrankung überlebt hatten, insgesamt um 16 Prozent erhöht. Jüngere Patientinnen (bis zu 50 Jahre alt) hatten dabei ein um 46 Prozent gesteigertes Melanomrisiko; jene, die eine Strahlentherapie erhalten hatten, ein um 42 Prozent erhöhtes Risiko.
„Das erhöhte Risiko für kutane Melanome – insbesondere unter jüngeren Brustkrebspatientinnen – lässt vermuten, dass die genetischen Befunde in Hochrisikogruppen auch zu einem wesentlich geringeren Ausmaß bei Brustkrebspatientinnen wirksam werden könnten“, folgern Tsao und Kollegen.
Quelle: International Journal of Cancer 2004;111:792-794
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