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NEW YORK (Reuters Health) – Kurkumin, ein Bestandteil des Gewürzes Kurkuma, weist in Melanomzellen der Maus (B16-R), welche gegenüber Doxorubicin resistent sind, zytotoxische Aktivität auf und hemmt in Kombination mit einer Immuntherapie das Tumorwachstum bei Mäusen mit B16-R-Melanom.
In der Ausgabe des International Journal of Cancer vom 1. September berichten Dr. Johann Odot von UFR Sciences in Reims und Kollegen, dass B16-R-Melanom-Zellen wenig immunogen und hochgradig chemoresistent sind. Für die Entwicklung eines Immuntherapeutikums gegen das Melanom könnte Kurkumin – den positiven Ergebnissen entsprechend – „ein wertvolles Mittel darstellen“.
Die Arbeitsgruppe teilt mit, dass Kurkumin zeit- und dosisabhängig die Apoptose bei B16-R-Melanom-Zellen induziert, indem der FADD/Caspase-8-abhängige Signalweg – ausgelöst durch den Todesrezeptor Fas – aktiviert wird.
Darüber hinaus hemmt Kurkumin in Kombination mit einer prophylaktischen Immunpräparation löslicher Proteine aus B16-R-Zellen das Tumorwachstum bei Mäusen mit B16-R-Melanom wesentlich, während diese Substanzen jeweils allein appliziert nur eine geringe Wirkung zeigen.
Außerdem wiesen die Tiere unter Kombinationstherapie erhöhte humorale Immunantworten gegen das lösliche B16-R-Protein auf und lebten signifikant länger als Tiere, die nur eine der Substanzen erhielten.
Die Zunahme der medianen Überlebenszeit betrug mehr als 82,8 Prozent in der Kombinationsgruppe gegenüber 48,6 bzw. 45,7 Prozent in den beiden anderen Gruppen.
Weitere Studien zu Toxizität, biologischen Aktivitäten und Molekularmechnismen des Antitumoreffekts von Kurkumin, so das Fazit der Wissenschaftler, „sollten effektive Strategien gegen das Melanom und andere Arten von Krebs ermöglichen.“
Quelle: International Journal of Cancer 2004;111:381-387
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