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BERLIN (MedCon) – Jeder zweite Mann über 40 und jede vierte Frau nach den Wechseljahren leiden hierzulande an Haarausfall. Seit kurzem kann man nun in Berlin sein Haar in Kur schicken: Die Kooperation zwischen einem Friseur und einem Mediziner führte zur Eröffnung des ersten „Fitness-Studio“ für Haare.
„Die Ursachen für schwindende Haarpracht sind vielfältig, von falscher Pflege über Veranlagung bis zu immunologischen Faktoren", erklärte Dr. Erwin Walraph auf der diesjährigen Tagung Hair 2004. Der Immunologe widmet sich seit 30 Jahren dem Thema Haarausfall. Um das Problem buchstäblich an der Wurzel zu packen, suchte der Mediziner nun fachübergreifend Hilfe bei Hairstylisten. Gemeinsam mit einem Damen-Friseur behandelt Walraph inzwischen vor allem Frauen, die an Haarausfall leiden – mit Erfolg.
Die neue Therapie basiert auf einer Kombination von Haarwurzelbehandlung und Immuntherapie. Nach Anamnese und Untersuchungen des Stoffwechsels erfolgt die Analyse von Haar und Kopfhaut mit Haarwurzel-Kamera und Mikroskop.
Aus allen Diagnose-Ergebnissen wird ein Therapieplan aufgestellt, der neben haarkosmetischen Maßnahmen, wie der Tiefenreinigung, auch die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln oder Immuntherapien umfassen kann. Je nach Problemfall sind zwei bis vier Sitzungen pro Monat erforderlich. Nach ein bis zwei Monaten sind meist erste Erfolge zu verzeichnen.
Die bisherigen Ergebnisse lassen hoffen: Bei diffusem Haarausfall liegt die Erfolgsquote nach Angaben der beiden Haarspezialisten bei 80 Prozent, bei totalem Haarausfall bei 60 bis 70 Prozent.
Ihre Ergebnisse belegen sie mit Fotodokumentationen und stellen sie jetzt auch öffentlich im weltweit ersten Fitness-Studio für Haare zur Verfügung: „Bei uns kann jeder gezielt etwas für die Gesundheit seiner Haare tun. Therapie-Erfolge sind anhand der Kopfhautfotos leicht nachweisbar.“ Mittlerweile werden im Haar-Fitness-Studio 300 Patientinnen aus ganz Europa behandelt.
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