Vitamin D könnte Infektionen bei atopischer Dermatitis vorbeugen

In der Studie aktivierte Vitamin D die Produktion des antimikrobiellen Peptids Kathelizidin. (Bildquelle: sxc.hu)
In der Studie aktivierte Vitamin D die Produktion des antimikrobiellen Peptids Kathelizidin. (Bildquelle: sxc.hu)

24.10.2008 – NEW YORK (Reuters Health/yg) – Die Ergebnisse einer kleinen Studie lassen annehmen, dass eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D die Produktion eines antimikrobiellen Peptids bei Patienten mit atopischer Dermatitis wiederherstellen könnte, was zu einer Senkung des Risikos für Infektionen der Haut führen würde.

Patienten mit atopischer Dermatitis hätten bekannterweise ein erhöhtes Risiko für kutane Infektionen mit Staphylokokkus aureus, Herpes simplex und anderen Pathogenen, bemerken Dr. Tissa R. Hata und Kollegen von der University of California San Diego in La Jolla in einem Artikel im Journal of Allergy and Clinical Immunology vom 3. Oktober. Jüngste Untersuchungen lassen vermuten, dass dies durch ein Defizit in der angeborenen Immunantwort bedingt sein könne, speziell durch eine Unfähigkeit, die Produktion des antimikrobiellen Peptids Kathelizidin zu steigern.

Untersuchungen am Kathelizidin-Gen hätten gezeigt, dass es in seinem Promotor ein Element enthält, das auf Vitamin D anspricht, so der Bericht.

In ihrer Studie, die 14 Patienten mit mittelschwerer bis schwerer atopischer Dermatitis sowie 14 Kontrollen umfasste, untersuchten die Forscher, ob über drei Wochen eingenommenes orales Vitamin D 4000 IU/Tag die Kathelizidin-Expression in der Haut erhöht.

Die Analyse von Biopsie-Proben zeigte, dass die Einnahme von Vitamin-D die Expression von Kathelizidin in geschädigten Hautpartien von Dermatitis-Patienten merklich ansteigen ließ. Die Haut von Kontrollpersonen sowie nicht betroffene Hautpartien zeigten auch eine Erhöhung der Kathelizidin-Expression, allerdings nicht in dem Ausmaß, wie es in geschädigten Hautstellen der Fall war.

"Es sind umfangreichere Studien nötig, welche die Inzidenz und Infektionsrisiken bei atopischen Versuchspersonen während der Vitamin-D-Nahrungsergänzung sowie bei Nahrungsergänzung über einen längeren Zeitraum untersuchen. Damit könnte beurteilt werden, ob der Anstieg des Kathelizidins für die Prävention von Infektionen bei diesen Patienten geeignet ist", erklären die Autoren.

Quelle: J Allergy Clin Immunol 2008;122:829-831.

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