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– KÖLN (MedCon/yg) Topisches Clindamycin hat sich mit seiner zinkhaltigen Formulierung in der Therapie gegen Akne bewährt. Nanoverkapseltes Sphingosin-1-Phosphat steht bislang mit seinem völlig neuem Therapieprinzip noch in der Erprobungsphase.
Mit Clindamycin ist eine wirksame Therapie gegen Akne möglich, berichtete die Ärztezeitung am Donnerstag. Bei einer Veranstaltung des Unternehmens York Pharma stellte Prof. Hans Christian Korting in München die aktuelle und künftige Therapieoption vor.
Topisches Clindamycin wirke in der Haut antimikrobiell und habe zusätzlich den Effekt, davon unabhängige Entzündungen abklingen zu lassen. Bei dauerhafter Anwendung könnten laut Korting zwar Resistenzen auf gegen Propionibacterium acnes auftreten. Diese beeinträchtigt den klinischen Erfolg der Therapie allerdings üblicherweise nicht, wie die Ergebnisse einer Meta-Analyse von 40 klinischen Studien mit Clindamycin in dieser Indikation zeigten.
Die pharmakologischen Eigenschaften des topischen Antibiotikums seien durch eine spezielle, patentierte Gel-Formulierung mit Zink deutlich verbessert worden, so Korting. Der Wirkstoff könne dadurch besser in die Haut eindringen und habe dort dank einer Depotwirkung außerdem eine längere Verweildauer. Das ermögliche dem Patienten mit nur einer täglichen Anwendung des Medikamentes wirksam die Acne vulgaris zu therapieren.
Mit einem völlig neuen Therapieprinzip wird nun nanoverkapseltes Sphingosin-1-Phosphat (S1P) erprobt. Diese Substanz komme auch natürlicherweise in der Haut vor, wo es die Proliferation von Keratinozyten hemme, berichtet Korting. Zusätzlich wirkt S1P antibakteriell, besonders gegen Propionibakerien, womit es gegen entzündliche Akne an mindestens zwei Mechanismen hilft. Das nanoverkapselte Phosphat wird bislang noch präklinisch am Tier und in vitro erprobt. Erste klinische Studien werden im kommenden Jahr erwartet.
Quelle: Ärztezeitung 21. August 2008/yg
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