- Alle Fachbereiche
- Politik
- Kliniken & Praxen
- Medizin & Forschung
- Atopisches Ekzem
- Haar & Nagel
- Mal. Melanom & Tumore
- Phlebologie
- Psoriasis
- Diverses
NEW YORK (Reuters Health) – Das Vorliegen einer Pityrosporum-Follikulitis sollte bei Patienten mit Akne, die einer herkömmlichen Therapie nicht zugänglich ist, erwogen werden. Das berichten Wissenschaftler in den Archives of Pediatric and Adolescent Medicine vom Januar.
Die Pityrosporum-Follikulitis wird durch die kutane Hefe Malassezia furfur (auch P. ovale genannt) verursacht und kommt gewöhnlich bei Jugendlichen vor. Der Organismus kann auch Tinea versicolor und seborrhoische Dermatitis hervorrufen.
Dr. Karen Wiss und Kollegen von University of Massachusetts Medical School in Worcester beschreiben sechs Patienten, bei denen gleichzeitig Acne vulgaris und Pityrosporum-Follikulitis vorlagen.
„Zusätzlich zu den üblichen entzündlichen Papeln, Pusteln und Komedonen der Acne vulgaris zeigten diese Patienten einheitliche 1 bis 2 mm große, monomorphe erythematöse Papeln und Pusteln, die bei heißem, feuchtem Wetter und vermehrter Aktivität juckten“, schreiben die Autoren.
In Kaliumhydroxiduntersuchungen von abgekratztem Material aus den monomorphen Pusteln beobachteten die Ärzte Sporen und keimende Hefe. Die Erkrankung reagierte auf eine topische antimykotische Behandlung und orales Ketoconazol oder Fluconazol.
Da typische Antibiotika ein übermäßiges Wachstum von Malassezia fördern, empfehlen Wiss und Kollegen, möglichst auf sie zu verzichten. Die Erhaltungstherapie mit Ketoconazol oder Seleniumsulfid-Shampoos und mehreren Zyklen oraler antimykotischer Substanzen kann erforderlich werden, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen.
Quelle: Arch Pediatr Adolesc Med 2005;159:64-67.
Noch keine Kommentare vorhanden.