Die Therapie der superfiziellen weißen Onychomykose kann schwierig sein

06.07.2004 (1)

NEW YORK (Reuters Health) – Abhängig von den beteiligten Organismen, kann die Behandlung der superfiziellen weißen Onychomykose relativ geradlinig oder recht komplex sein, berichten italienische Wissenschaftler in der Juni-Ausgabe der Archives of Dermatology.

Um derartige Infektionen zu charakterisieren, werteten Dres. Bianca Maria Piraccini und Antonella Tosti von der Universität Bologna retrospektiv die Krankenberichte von 79 Patienten mit superfizieller weißer Onychomykose aus, die an ihrem Institut in einem Zeitraum von etwa neun Jahren vorstellig wurden.

Trichophyton interdigitale war die Ursache in 58 Fällen (73 Prozent), T. rubrum in vier (fünf Prozent), Fusarium-Spezies in neun (elf Prozent), Aspergillus-Spezies in fünf (sechs Prozent) und Acremonium strictum in drei (drei Prozent) der Fälle.

„Die superfizielle weiße Onychomykose kann sich mit zwei verschiedenen klinischen Merkmalen präsentieren“, sagte Piraccini gegenüber Reuters Health. „Neben dem ‚klassischen’ Aussehen, das in der Regel von T. interdigitale verursacht wird, kann durch eine breitere und tiefere Beteiligung des Nagelbetts ein anderer WSO-Typ abgegrenzt werden.“

Diese „tiefe“ weiße superfizielle Onychomykose „wird möglicherweise durch den Dermatophyten T. rubrum – bei jüngeren Kindern und immungeschwächten Personen – oder durch Nicht-Dermatophyten wie Fusarium- oder Aspergillus-Spezies verursacht“, sagte sie.

Unter diesen Umständen „erschwert die tiefe und weite Beteiligung des Nagelbetts die Behandlung der Erkrankung“, ergänzte Piraccini, „und eine kombinierte systemische und topische Therapie mit periodischer Nagelentfernung wird notwendig, um die Krankheit zu heilen.“

Angesichts der komplexen Interaktionen zwischen Wirt und Parasit, die bei der superfiziellen weißen Onychomykose beteiligt sind, schlussfolgern sie und Tosti daher, dass „immer die verursachenden Organismen und die Eigenschaften des Wirts in Betracht gezogen werden müssen, um den besten therapeutischen Response zu erzielen.“

Quelle: Archives of Dermatology 2004; 140: 696-701

Kommentare

Noch keine Kommentare vorhanden.

Neuen Kommentar schreiben