Angststörungen bei hautkranken Kindern häufig

02.01.2003 (2) –

ROM, 02. Januar (MedCon) – Kinder und Jugendliche mit chronischen Hauterkrankungen leiden überdurchschnittlich häufig auch an psychischen Störungen. Solche Störungen – allen voran diverse Angsterkrankungen – seien dabei nicht allein als sekundäre somatopsychische Konsequenzen zu sehen, erklärten Autoren um Dr. E. Andreoli vom Istituto Dermopatico dell' Immacolata in Rom in der jüngsten Ausgabe des Fachmagazins „Dermatologie – Psychosomatik“.

In einer Studie hatten die Wissenschaftler der Abteilung für pädiatrische Dermatologie 490 Heranwachsende zwischen einem und 17 Lebensjahren mit verschieden stark ausgeprägten Hauterkrankungen – vor allem Alopezia areata, atopische Dermatitis, Psoriasis, Urtikaria, Genodermatosis, irritative Dermatitis und lokalisierte Infektionen – auf seelische Störungen hin untersucht.

64 Prozent der Kinder und Jugendlichen waren dabei frei von strukturellen psychopathologischen Auffälligkeiten, fanden die Forscher heraus. Bei den restlichen 36 Prozent der Untersuchten lagen solche psychischen Störungen jedoch vor. Auffällig häufig litten diese Heranwachsenden an generalisierter Angst, Dysthymie und Trennungsangst. Auch eine Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder mentale Retardierung waren relativ häufig zu finden.

Quelle: Dermatologie – Psychosomatik (2002), Vol. 3, No. 3, pp 139 – 143

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