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IZMIR, 30. August (MedCon) – Depressive Symptome sind bei Patienten mit chronischen Hauterkrankungen wie Psoriasis vulgaris oder Lichen planus sehr häufig zu finden. Dieser Zusammenhang beeinflusse sowohl das klinische Bild als auch den Erfolg einer Behandlung, merken Wissenschaftler des Ataturk Training Hospital in Izmir, Türkei, in einem im „Journal of the European Academy of Dermatology & Venereology“ erschienenen Aufsatz an.
In einer Studie hatte ein Forscherteam um Dr. A. Akay 50 Psoriatiker, 30 Patienten mit Lichen planus und 40 gesunde Kontrollpersonen mittels des Beck Depression Inventory auf depressive Symptome; die Schwere der Schuppenflechte wurde mittels des Psoriasis Area and Severity Index (PASI) eingeschätzt.
Die Auswertung ergab, dass bei 58 Prozent der Psoriatiker im BDI Punktwerte einer Depression aufwiesen, fast ebenso hoch war der Anteil bei den Patienten mit Lichen planus (53 Prozent). In der Kontrollgruppe hatten nur 20 Prozent entsprechend hohe Punktwerte.
Die BDI-Scores der Patienten mit Schuppenflechte waren signifikant höher als die der Gesunden und korrelierten zudem mit der Schwere der Psoriasis (PASI-Skala). Die Krankheitsdauer hatte dagegen keinen Einfluss auf das Auftreten depressiver Symptome bei diesen Patienten. Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass Menschen mit Psoriasis häufig rauchten und Alkohol tranken.
Quelle: Journal of the European Academy of Dermatology & Venereology (2002), Vol. 16, No. 4, pp 347 – 352
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