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– PARIS (MedCon/yg) – Trotz intensiver Präventionsstrategien steigt die Häufigkeit von Hautkrebsfällen in Europa weiter an - und die Zahl der durch Hautkrebs hervorgerufenen Todesfälle bleibt hoch, erklärt Prof. Jean-Jaques Grob vom Universitätskrankenhaus in Marseille, Frankreich.
Auf dem 17. Congress of the European Dermatology and Venereology (EADV) in Paris präsentierte Grob eine neue, modifizierte Strategie für die Prävention und Früherkennung von Hautkrebs.
Es wird angenommen, dass 2007 etwa 54.000 neue Fälle des malignen Melanoms in Europa auftraten. "Maligne Melanome können heute sehr effektiv präventiert werden", erläutert Grob. "Wir wissen, dass zu viel Sonnenlicht einen gefährlichen, aber kontrollierbaren Risikofaktor darstellt, dass helle Hauttypen stärker Hautkrebs-gefährdet sind als andere und dass eine Diagnose üblicherweise mit bloßem Auge möglich ist. Dennoch steigt die Zahl der Fälle und die Mortalitätsrate nimmt nicht ab, obwohl in Europa in den letzten Jahren einige Präventionskampagnen durchgeführt wurden."
Aus diesem Grund sei ein neues Präventionskonzept notwendig, so Grob. Aus seiner Sicht würde eine zielgerichtete Förderung der Selbstuntersuchung der Haut durch die Patienten mit größerer Wahrscheinlichkeit erfolgreichere Ergebnisse liefern als eine Hightech-Diagnose-Ausrüstung oder die reine Verbreitung allgemeiner Informationen. Eine weitere Möglichkeit bestünde darin, den Körper der Patienten komplett abzufotografieren und den Patienten mit einem Set an Bildern den Vergleich ihres aktuellen Hautbildes in regelmäßigen Selbstuntersuchungen anzubieten. In diesem Fall wäre es von hoher Bedeutung für die Patienten, bei jeglichen Auffälligkeiten einen Dermatologen zu konsultieren. EADV-Experte Grob: "Wir haben dieses Konzept vor einiger Zeit in unserem Krankenhaus übernommen. Aus meiner Sicht ist dies der einzige Weg, der die zeitnahe Auffindung und erfolgreiche Behandlung schnell wachsender Tumore absichert, bei denen die Prognose sehr häufig ungünstig ist."
Quelle: MedCon/yg
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