Haut-Prick-Test sagt Reaktivität der Luftwege bei Patienten mit allergischer Rhinitis voraus

27.08.2004

NEW YORK (Reuters Health) – Einem Bericht türkischer Forscher zufolge stehen bei Patienten mit allergischer Rhinitis das Risiko und der Schweregrad der bronchialen Hyperreaktivität in direkter Beziehung zu der Anzahl positiver Haut-Prick-Test (skin prick test, SPT)-Reaktionen.

Die Ergebnisse, die in der August-Ausgabe der Annals of Allergy, Asthma, and Immunology erscheinen, basieren auf einer Studie an 59 Patienten mit allergischer Rhinitis, die sich einem SPT mit einer Vielfalt von Allergenen, inklusive Gras, Haustier-Hautschuppen und Milbenextrakt unterzogen. Die bronchiale Hyperreaktivität wurde mittels standardisierten Metacholin-Provokationstests beurteilt.

23 Patienten (39 Prozent) zeigten eine bronchiale Hyperreaktivität, bemerken der federführende Autor Dr. Nihal Mete und Kollegen von der Ege University Medical School in Izmir (Ege Üniversitesi Fakültesi). Bezüglich positiver SPT-Reaktionen zeigten 14 Patienten eine, 35 Patienten zwei bis vier und zehn mehr als vier.

Patienten mit bronchialer Hyperreaktivität wiesen im Durchschnitt vier positive Reaktionen auf, wohingegen diejenigen ohne dieses Leiden durchschnittlich 2,6 (p=0,04) hatten. Gleichermaßen zeigten neun Patienten mit bronchialer Hyperreaktivität mehr als vier positive SPT-Raktionen auf, verglichen mit nur einem Patienten der Vergleichsgruppe (p<0,001).

Von den verschiedenen getesteten Allergenen zeigte die Überempfindlichkeit gegenüber Hautschuppen von Katzen und Hunden eine besonders starke Assoziation mit einer bronchialen Hyperreaktivität, betonen die Forscher.

Sie beobachteten ebenfalls, dass mit ansteigender Anzahl positiver SPT-Reaktionen die Metacholinkonzentration, die benötigt wird, um eine Abnahme der FEV1 von 20% zu bewirken, sank. Demgegenüber sagte der Serum-Spiegel des Eosinophil Cationic Protein die benötigten Metacholin-Spiegel nicht voraus.

Die Forscher schlussfolgern, dass weitere Untersuchungen nötig sind, um zu ermitteln, ob die Anzahl positiver Tests auch das Asthma-Risiko vorhersagt.

Quelle: Ann Allergy Asthma Immunol 2004;93:193-199

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